Romashka's

Zwinger für Schwarze Russische Terrier

Die russischen Bären
Salzgitter · Niedersachsen
VDHKfTFCI Gr. 2

Die Rasse

Rasseportrait: Russischer Schwarzer Terrier


Vom scharfen Diensthund zum wesensfesten Familienhund: Das Rasseportrait des Russischen Schwarzen Terriers – Herkunft, Anerkennung, Gesundheit, Wesen und Haltung.

Herkunft und Entstehung

In den vierziger Jahren hatte die russische Armee den Wunsch nach einem vielseitig verwendbaren Gebrauchshund, der sich den in Russland herrschenden, extremen klimatischen Unterschieden anzupassen vermochte.

Russische Kynologen entwickelten daraufhin ein Zuchtprogramm, dessen Zuchtziel ein großer, massiver, robuster, temperamentvoller und arbeitswilliger sowie vielseitig verwendbarer Hund war. Der russische staatliche Zwinger „Roter Stern“ setzte dieses Programm um; so entstand aus den Hunderassen Airedale Terrier, Rottweiler, Riesenschnauzer und Neufundländer der Schwarze Terrier, oftmals einfach „Schwarzer“ oder „Russe“ genannt. (Anm.: „Tschorny“ = russisch „schwarz“, daher auch Tschornyj Terrier; englisch Black Russian Terrier – BRT.)

Anerkennung: FCI, VDH und KfT

Der Rassestandard des Schwarzen Terriers wurde am 29.09.1983 beim Welthundeverband Fédération Cynologique Internationale (FCI) hinterlegt und erhielt die Klassifikation der FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde). In Deutschland ist der Schwarze Terrier im Klub für Terrier (KfT) integriert, der dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und dieser wiederum der FCI angehört.

Vom Diensthund zum Familienhund

Der Schwarze (Russische) Terrier wurde zunächst nur für die russische Armee gezüchtet. Nach dem Tod Stalins und der Schließung von Gefängnissen wurden – da der Bedarf an Wachhunden nicht mehr so groß war – einige Würfe auch an Privatleute verkauft. Da diese Hunde für den „normalen“ Hundebesitzer jedoch zu scharf waren und in Wohnungen gehalten wurden, haben die russischen Züchter den Rassecharakter so weit verändert, dass die Hunde nun auf Intelligenz, Lernfähigkeit, Disziplin und Loyalität gegenüber ihren Besitzern gezüchtet wurden.

Von diesem neuen Rassetyp kamen 1982 die ersten Schwarzen Terrier aus Moskau nach Deutschland und begründeten mit einigen wenigen zur Zucht geeigneten Importhunden die Zucht in Deutschland.

Gesundheit: das Thema HD

Der Aufbau einer Zucht gestaltete sich sehr schwierig, da viele Hunde aufgrund einer Erkrankung der Hüften – der Hüftgelenkdysplasie (HD) – nicht für die Zucht geeignet waren. Die HD ist bis heute ein Thema; zwar nicht mehr in dem Umfang wie zu Beginn der Zucht in Deutschland, jedoch nach wie vor latent. Eine verantwortungsvolle Auswahl der Zuchttiere ist deshalb unerlässlich.

Wesen und Charakter

Der Rassecharakter des Schwarzen Terriers wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt: Er hat sich zu einem intelligenten, wesensfesten, sehr kinderfreundlichen Familienhund mit einem ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt entwickelt, dem sein „Rudel“ über alles geht. Der Schwarze muss immer bei seinem Rudel sein; er braucht diese Anbindung und sollte daher im Haus bzw. in der Wohnung gehalten werden. Für eine Zwingerhaltung ist er absolut ungeeignet.

Haltung und Erziehung

Entscheidet man sich für den Kauf eines Welpen dieser faszinierenden Rasse, sollte man dessen Erziehung sehr liebevoll – als Belohnung am besten mit Leckerlis – und zugleich äußerst konsequent durchführen. Mit Härte und Druck erreicht man beim Schwarzen absolut nichts; im Gegenteil, er schaltet dann auf „Durchzug“.

Die beim Züchter begonnene Sozialisierung des Welpen muss vom neuen Besitzer unbedingt fortgesetzt werden; hier bietet sich der Besuch einer Welpenschule an. Auch sollte man den Kleinen – unangeleint – mit anderen Hunden spielen lassen, jedoch nicht, ohne vorher zu klären, ob diese freundlich sind.

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